Putzpoeten

Unsere Putzpoeten begeistern sich als Architekten für das Material Putz. Hier erzählen sie, woher diese Faszination kommt.

Lorenzo Gregori

Interview mit Lorenzo Gregori

Putzfassaden haben enorm viel poetische Kraft. Farben, Formen, Texturen, die Haptik und das Material selbst erzeugen Spannung, wecken Emotionen und schaffen Harmonien. Ich persönlich erschaffe Neues, indem ich auf Altbewährtes, wie Kalk-Zementputze, Wasch-und Kratzputze und die ältesten und Farbklang stärksten Silikatfarben Europas, zurückreife. Das Resultat sind Oberflächen, die visuelle und fühlbare Oberflächendesigns und Atmosphären zum Ausdruck bringen. Die poetische Kraft der Putze besteht aus meiner Sicht darin, dass Fassaden, die beispielsweise von der Natur inspiriert sind, lebendig im reizenden Wechselspiel zwischen Licht, Schatten, Farbwirkung und Witterungsschutz stehen.

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Xaver Egger

Interview mit Prof. Dipl.-Ing. Xaver Egger

Putz kann dieses eine Kleid sein, das man drüber wirft. Diese monolithische Eigenschaft hat Beton zwar auch, ist dabei aber sehr viel rougher und braucht Fugen. Die Putzoberfläche kann homogen sein und einen Baukörper zu einer Skulptur machen, die wie aus einem Stein gehauen wirkt. Häufig werden Häuser auch als Stadtbausteine bezeichnet. Mit Putz kann man einen dieser Steine modellieren.

Nutzt die Vielfalt von Putz und gestaltet nicht immer alles gleich. Zudem sollte auch nicht unterschätzt werden, wie planungsintensiv eine Putzfassade ist. Sie ist nicht immer das günstigste und einfachste. Als Planer muss man tiefer gehen, wenn man etwas Spannendes abseits des Mainstreams entwerfen möchte.

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Pinar Gönül

blgp architekten ag – Teil 1 + 2

Putz kann für sich selbst sprechen, an großen Flächen, wo die Oberfläche in den feinen Licht- und Schattenspielen des Tages zur Geltung kommt.

Der Kratzputz hat eine enorme Tiefe. Durch das Abkratzen der oberen Sinterschicht kommen die Zuschlagsstoffe und Zuschläge zum Vorschein. Es gibt keine annähernd ähnliche Putzstruktur, die einmal das Bild von einem harten Stein und einmal das Bild einer weichen, ja fast schon textilen Oberfläche entstehen lässt. Es ist schön mit der Hand darüber zu fahren. Es ist eine bewegte und lebendige Putzoberfläche.

Der Wormserputz zeichnet sich aus der Nähe betrachtet durch eine grobkörnige, „knäckebrotartige“ Oberfläche aus, die aus der Distanz jedoch ein homogenes Erscheinungsbild erzeugt.

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Lorenzo Gregori als Putzpoet

Interview mit Lorenzo Gregori

Putzfassaden haben enorm viel poetische Kraft. Farben, Formen, Texturen, die Haptik und das Material selbst erzeugen Spannung, wecken Emotionen und schaffen Harmonien. Ich persönlich erschaffe Neues, indem ich auf Altbewährtes, wie Kalk-Zementputze, Wasch-und Kratzputze und die ältesten und Farbklang stärksten Silikatfarben Europas, zurückgreife. Das Resultat sind Oberflächen, die visuelle und fühlbare Oberflächendesigns und Atmosphären zum Ausdruck bringen. Die poetische Kraft der Putze besteht aus meiner Sicht darin, dass Fassaden, die beispielsweise von der Natur inspiriert sind, lebendig im reizenden Wechselspiel zwischen Licht, Schatten, Farbwirkung und Witterungsschutz stehen.

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Xaver Egger als Putzpoet

Interview mit Prof. Dipl.-Ing. Xaver Egger

Putz kann dieses eine Kleid sein, das man drüber wirft. Diese monolithische Eigenschaft hat Beton zwar auch, ist dabei aber sehr viel rougher und braucht Fugen. Die Putzoberfläche kann homogen sein und einen Baukörper zu einer Skulptur machen, die wie aus einem Stein gehauen wirkt. Häufig werden Häuser auch als Stadtbausteine bezeichnet. Mit Putz kann man einen dieser Steine modellieren.

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Pinar Gönül

blgp architekten ag – Teil 2

Putz kann für sich selbst sprechen, an großen Flächen, wo die Oberfläche in den feinen Licht- und Schattenspielen des Tages zur Geltung kommt.

Der Kratzputz hat eine enorme Tiefe. Durch das Abkratzen der oberen Sinterschicht kommen die Zuschlagsstoffe und Zuschläge zum Vorschein. Es gibt keine annähernd ähnliche Putzstruktur, die einmal das Bild von einem harten Stein und einmal das Bild einer weichen, ja fast schon textilen Oberfläche entstehen lässt. Es ist schön mit der Hand darüber zu fahren. Es ist eine bewegte und lebendige Putzoberfläche.

Der Wormserputz zeichnet sich aus der Nähe betrachtet durch eine grobkörnige, „knäckebrotartige“ Oberfläche aus, die aus der Distanz jedoch ein homogenes Erscheinungsbild erzeugt.