Strukturen

Buntsteinputz

Buntsteinputz ist ein Dekorationsputz, der aus Mauergranulat, beziehungsweise eingefärbter Körnung mit einer Kunststoffdispersion als Bindemittel, besteht. Die optische Besonderheit von Buntsteinputz entsteht dadurch durch unterschiedliche Farbkombinationen der verwendeten Granulate.

Nach gründlichem Ausführen wird der Buntsteinputz mit einer rostfreien Kelle auf die Wand aufgetragen. Die Verarbeitung erfolgt nass auf nass, weshalb ein zügiges Arbeiten ohne Unterbrechungen notwendig ist. Bereits nach drei Tagen bindet der Putz ab, nach drei Wochen ist er komplett ausgehärtet. Er eignet sich vor allem zur Gestaltung von stark beanspruchten Oberflächen, zum Beispiel im Sockel-, Spritzwasser- und Eingangsbereichen sowie in Treppenhäusern und Fluren. Zudem ist er witterungsbeständig, kratz- und stoßfest und Umweltstoffen sowie Mikroorganismen gegenüber widerstandsfähig.

Buntsteinputz

 

Buntsteinputz ist ein Dekorationsputz, der aus Mauergranulat, beziehungsweise eingefärbter Körnung mit einer Kunststoffdispersion als Bindemittel, besteht. Die optische Besonderheit von Buntsteinputz entsteht dadurch durch unterschiedliche Farbkombinationen der verwendeten Granulate.

Nach gründlichem Ausführen wird der Buntsteinputz mit einer rostfreien Kelle auf die Wand aufgetragen. Die Verarbeitung erfolgt nass auf nass, weshalb ein zügiges Arbeiten ohne Unterbrechungen notwendig ist. Bereits nach drei Tagen bindet der Putz ab, nach drei Wochen ist er komplett ausgehärtet. Er eignet sich vor allem zur Gestaltung von stark beanspruchten Oberflächen, zum Beispiel im Sockel-, Spritzwasser- und Eingangsbereichen sowie in Treppenhäusern und Fluren. Zudem ist er witterungsbeständig, kratz- und stoßfest und Umweltstoffen sowie Mikroorganismen gegenüber widerstandsfähig.

Schabeputz

Der Schabeputz ist eine feinere Variante des Edelkratzputzes. Er wurde beispielsweise für Bauhaus-Bauten wie dem „Haus am Horn“ verwendet.

Für diesen Putz wird meist ein Mörtel mit einer Körnung von 1 mm eingesetzt. Er wird ähnlich dickschichtig wie ein Edelkratzputz aufgetragen und die oberste Bindemittelschicht anschließend mit einem scharfen, senkrecht gehaltenen Metallstück vorsichtig abgezogen. Hierzu eignen sich eine Ziehklinge, eine H-Latte oder die Kante der Putzkelle. Das Ergebnis zeigt eine ähnliche Oberfläche wie beim Edelkratzputz. Durch die ziehende Bewegung wirkt diese jedoch ruhiger.

Schabeputz

 

Der Schabeputz ist eine feinere Variante des Edelkratzputzes. Er wurde beispielsweise für Bauhaus-Bauten wie dem „Haus am Horn“ verwendet.

Für diesen Putz wird meist ein Mörtel mit einer Körnung von 1 mm eingesetzt. Er wird ähnlich dickschichtig wie ein Edelkratzputz aufgetragen und die oberste Bindemittelschicht anschließend mit einem scharfen, senkrecht gehaltenen Metallstück vorsichtig abgezogen. Hierzu eignen sich eine Ziehklinge, eine H-Latte oder die Kante der Putzkelle. Das Ergebnis zeigt eine ähnliche Oberfläche wie beim Edelkratzputz. Durch die ziehende Bewegung wirkt diese jedoch ruhiger.

Steinputz

Oberflächen, die mit Steinputz gestaltet werden, vermitteln häufig den Eindruck einer Natursteinfassade. Sie sind besonders witterungs- und stoßfest, weshalb sie vor allem für Sockelbereiche geeignet sind und früher häufig eingesetzt wurden. Der verwendete Putzmörtel hat einen hohen Körnungsanteil und gehört damit zu den schwersten und härtesten Putzen. Das Aufkommen von Steinputz begann in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals galt es, neue Technologien als Ergänzung und Alternative zu traditionellen Werksteintechniken am Bau zu entwickeln.

Je nach verwendeter Körnung wird der Mörtel mit einer Dicke von 8 bis 10 mm aufgetragen und mit einer Glättkelle abgezogen. Für die weitere Oberflächenbehandlung gibt es mehrere Möglichkeiten: Als gewaschener Steinputz werden die Bindemittelschlämme nach einer Standzeit heruntergewaschen und die Steinzuschläge sichtbar gemacht. Optisch erinnert er an Waschputz und kann im Anschluss geschliffen, poliert oder gestrahlt werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, den Steinputz in leicht angezogenem Zustand zu kratzen oder in festem Zustand zu scharrieren. Da Steinputze nur auf massiven Konstruktionen und nicht auf weichen Aufbauten aufgetragen werden können, eignen sie sich insbesondere für Sanierungen und im Denkmalschutz.

Steinputz

 

Oberflächen, die mit Steinputz gestaltet werden, vermitteln häufig den Eindruck einer Natursteinfassade. Sie sind besonders witterungs- und stoßfest, weshalb sie vor allem für Sockelbereiche geeignet sind und früher häufig eingesetzt wurden. Der verwendete Putzmörtel hat einen hohen Körnungsanteil und gehört damit zu den schwersten und härtesten Putzen. Das Aufkommen von Steinputz begann in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals galt es, neue Technologien als Ergänzung und Alternative zu traditionellen Werksteintechniken am Bau zu entwickeln.

Je nach verwendeter Körnung wird der Mörtel mit einer Dicke von 8 bis 10 mm aufgetragen und mit einer Glättkelle abgezogen. Für die weitere Oberflächenbehandlung gibt es mehrere Möglichkeiten: Als gewaschener Steinputz werden die Bindemittelschlämme nach einer Standzeit heruntergewaschen und die Steinzuschläge sichtbar gemacht. Optisch erinnert er an Waschputz und kann im Anschluss geschliffen, poliert oder gestrahlt werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, den Steinputz in leicht angezogenem Zustand zu kratzen oder in festem Zustand zu scharrieren. Da Steinputze nur auf massiven Konstruktionen und nicht auf weichen Aufbauten aufgetragen werden können, eignen sie sich insbesondere für Sanierungen und im Denkmalschutz.

Kammzugputz

Schon im 19. Jahrhundert wurden Fassaden mit einem Kammzugputz gestaltet. Hierzu zählen auch einige Bauten des Späthistorismus sowie des Jugendstils. Ein Kammzug besteht aus einem Unter- und einem Oberputz. Denn erst durch eine gewisse Dicke wird seine Struktur deutlich.

Die erste Schicht wird mit einer rostfreien Edelstahltraufel aufgezogen. Ist diese angetrocknet, wird ein Oberputz, der feinkörniger ist als der Mörtel der unteren Putzschicht, aufgetragen und im nassen Zustand mit einem Hohlkamm aus Stahl oder Hartholz gekämmt. Diese Struktur eröffnet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und bietet sich an, um Fassaden zu gliedern und einzelne Flächen hervorzuheben. Hierzu kann der Mörtel nicht nur horizontal und vertikal, sondern auch wellenförmig, kreuzweise oder in Form eines Schachbrettes, in Rauten oder Fächerbögen strukturiert werden.

Kammzugputz

 

Schon im 19. Jahrhundert wurden Fassaden mit einem Kammzugputz gestaltet. Hierzu zählen auch einige Bauten des Späthistorismus sowie des Jugendstils. Ein Kammzug besteht aus einem Unter- und einem Oberputz. Denn erst durch eine gewisse Dicke wird seine Struktur deutlich.

Die erste Schicht wird mit einer rostfreien Edelstahltraufel aufgezogen. Ist diese angetrocknet, wird ein Oberputz, der feinkörniger ist als der Mörtel der unteren Putzschicht, aufgetragen und im nassen Zustand mit einem Hohlkamm aus Stahl oder Hartholz gekämmt. Diese Struktur eröffnet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und bietet sich an, um Fassaden zu gliedern und einzelne Flächen hervorzuheben. Hierzu kann der Mörtel nicht nur horizontal und vertikal, sondern auch wellenförmig, kreuzweise oder in Form eines Schachbrettes, in Rauten oder Fächerbögen strukturiert werden.

Besenputz

Der Begriff Besenputze fasst unterschiedliche Strukturen zusammen. Ihre Gemeinsamkeit besteht in der Verwendung eines Besens, um die Oberfläche zu gestalten. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten den Besen zu bewegen, so zum Beispiel Schlagen, Streichen, Ziehen oder Drücken. Im Historismus und im Jugendstil wurde diese Putzart besonders häufig angewandt.

Um eine Fassade mithilfe eines Besenputzes zu gestalten, wird zunächst ein Renovierputz grob mit einem rostfreien Stahltraufel aufgezogen und so eine erste Kontaktschicht mit dem Untergrund hergestellt. Ein grober zweiter nass-in-feucht-Aufstrich dient dazu, die gewünschte Stärke des Putzes zu erreichen. Anschließend wird der frische Mörtel mit einem Rutenbesen abgezogen. Für ein optimales Ergebnis sollte dieser eine möglichst breite, ebene Zugfläche gewährleisten.

Besenputz

 

Der Begriff Besenputze fasst unterschiedliche Strukturen zusammen. Ihre Gemeinsamkeit besteht in der Verwendung eines Besens, um die Oberfläche zu gestalten. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten den Besen zu bewegen, so zum Beispiel Schlagen, Streichen, Ziehen oder Drücken. Im Historismus und im Jugendstil wurde diese Putzart besonders häufig angewandt.

Um eine Fassade mithilfe eines Besenputzes zu gestalten, wird zunächst ein Renovierputz grob mit einem rostfreien Stahltraufel aufgezogen und so eine erste Kontaktschicht mit dem Untergrund hergestellt. Ein grober zweiter nass-in-feucht-Aufstrich dient dazu, die gewünschte Stärke des Putzes zu erreichen. Anschließend wird der frische Mörtel mit einem Rutenbesen abgezogen. Für ein optimales Ergebnis sollte dieser eine möglichst breite, ebene Zugfläche gewährleisten.

Filzputz

Filzputz besteht meist aus Kalkmörtel mit einem Zuschlag aus fein gesiebtem Sand. Um eine möglichst rissfreie Oberfläche herstellen zu können, wird meist ein Kalkputz ohne hydraulische Anteile verwendet, da er elastischer und langsamer abbindet und somit weniger rissanfällig ist. Mit einem Filzputz lassen sich besonders homogene, glatte und feinporige Flächen erzielen.

Die getrocknete Grundierung für einen Filzputz sollte rund drei bis vier Millimeter stark sein. Der Putz wird auf die Wand aufgetragen und muss nun einige Stunden ansteifen. Sobald der Putz die gewünschte Festigkeit erreicht hat, wird er mit einem Quast leicht angefeuchtet. Im nächsten Schritt wird das Filzbrett in kreisenden Bewegungen bis zur gewünschten Struktur über die Oberfläche geführt und dabei regelmäßig angefeuchtet, damit es nicht austrocknet.

Filzputz

 

Filzputz besteht meist aus Kalkmörtel mit einem Zuschlag aus fein gesiebtem Sand. Um eine möglichst rissfreie Oberfläche herstellen zu können, wird meist ein Kalkputz ohne hydraulische Anteile verwendet, da er elastischer und langsamer abbindet und somit weniger rissanfällig ist. Mit einem Filzputz lassen sich besonders homogene, glatte und feinporige Flächen erzielen.

Die getrocknete Grundierung für einen Filzputz sollte rund drei bis vier Millimeter stark sein. Der Putz wird auf die Wand aufgetragen und muss nun einige Stunden ansteifen. Sobald der Putz die gewünschte Festigkeit erreicht hat, wird er mit einem Quast leicht angefeuchtet. Im nächsten Schritt wird das Filzbrett in kreisenden Bewegungen bis zur gewünschten Struktur über die Oberfläche geführt und dabei regelmäßig angefeuchtet, damit es nicht austrocknet.

Spritzputz

Der Ursprung des Spritzputzes liegt im 18. Jahrhundert. Ähnlich dem Besenputz gibt es auch beim Spritzputz verschiedene Unterformen. Diese sind abhängig davon, wie der Putz aufgetragen wird. Unterschieden wird hier zwischen einem Kellenspritzputz, Leierspritzputz oder Besenspritzputz. Darüber hinaus gibt es verschiedene Mischverhältnisse.

Um den Putz an die Wand zu bringen, wird er zunächst mit einer Putzleier oder Förderpumpe vorgespritzt. Danach wird die zweite Putzschicht auf die noch feuchte erste Schicht aufgebracht. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis die gewünschte Putzstärke und -struktur erreicht ist.

Spritzputz

 

Der Ursprung des Spritzputzes liegt im 18. Jahrhundert. Ähnlich dem Besenputz gibt es auch beim Spritzputz verschiedene Unterformen. Diese sind abhängig davon, wie der Putz aufgetragen wird. Unterschieden wird hier zwischen einem Kellenspritzputz, Leierspritzputz oder Besenspritzputz. Darüber hinaus gibt es verschiedene Mischverhältnisse.

Um den Putz an die Wand zu bringen, wird er zunächst mit einer Putzleier oder Förderpumpe vorgespritzt. Danach wird die zweite Putzschicht auf die noch feuchte erste Schicht aufgebracht. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis die gewünschte Putzstärke und -struktur erreicht ist.

Kellenwurf

Die ersten Nachweise der Kellenwurfstruktur gehen bis in das 14. Jahrhundert zurück. Besonders im Jugendstil war diese Oberflächengestaltung weit verbreitet und wird seit dem 20. Jahrhundert durch unterschiedliche Kellenformen und Verarbeitungsweisen neu interpretiert. Diese Putztechnik ist stark von der Fähigkeit des Handwerkers abhängig und zeigt jeweils die individuelle Handschrift. Je gleichmäßiger die Anwurftechnik, desto harmonischer das Endergebnis.

Um die Wand zu verputzen, wird der Putz mit einer Dreiecks- oder Rechteckkelle meist leicht überdeckend an die Wand geworfen. Dieser Vorgang wird nun zwei- bis dreimal nass-in-feucht auf der Fläche wiederholt. Aufgrund der Kornzusammensetzung können diese Putze nur mit der Hand angeworfen werden. Die Korngrößen variieren von 4 bis 16 Millimetern und haften umso besser, je kleiner die Körnung ist. Um eine geschlossene Struktur herzustellen, kann die Putzoberflächen gestrichen werden.

Kellenwurf

 

Die ersten Nachweise der Kellenwurfstruktur gehen bis in das 14. Jahrhundert zurück. Besonders im Jugendstil war diese Oberflächengestaltung weit verbreitet und wird seit dem 20. Jahrhundert durch unterschiedliche Kellenformen und Verarbeitungsweisen neu interpretiert. Diese Putztechnik ist stark von der Fähigkeit des Handwerkers abhängig und zeigt jeweils die individuelle Handschrift. Je gleichmäßiger die Anwurftechnik, desto harmonischer das Endergebnis.

Um die Wand zu verputzen, wird der Putz mit einer Dreiecks- oder Rechteckkelle meist leicht überdeckend an die Wand geworfen. Dieser Vorgang wird nun zwei- bis dreimal nass-in-feucht auf der Fläche wiederholt. Aufgrund der Kornzusammensetzung können diese Putze nur mit der Hand angeworfen werden. Die Korngrößen variieren von 4 bis 16 Millimetern und haften umso besser, je kleiner die Körnung ist. Um eine geschlossene Struktur herzustellen, kann die Putzoberflächen gestrichen werden.

Scheibenputz

Scheibenputz, oder auch Traufelputz genannt, gehört aufgrund seiner einfachen Verarbeitung und Strukturierung zu den am häufigsten ausgeführten Oberflächengestaltungen. Die Körnungen reichen dabei von etwa 1,5 mm bis 4 mm.

Der Scheibenputz wird mit einem Edelstahlglätter auf die vorbereitete und gesäuberte Wand aufgebracht. Sobald der Putz nicht mehr glänzt, ist er genug angezogen und kann strukturiert werden. Für die Strukturierung werden Kunststoffreibebretter oder Traufeln genutzt, um mit kreisenden Bewegungen eine kreisförmige, diagonale, waagerechte oder kreuzweise „Verscheibung“ zu erreichen. Die Körner des Putzes werden durch das Strukturieren von ihrer Farbe befreit, wodurch der Putz seine charakteristische Korn-an-Korn-Struktur erhält.

Scheibenputz

 

Scheibenputz, oder auch Traufelputz genannt, gehört aufgrund seiner einfachen Verarbeitung und Strukturierung zu den am häufigsten ausgeführten Oberflächengestaltungen. Die Körnungen reichen dabei von etwa 1,5 mm bis 4 mm.

Der Scheibenputz wird mit einem Edelstahlglätter auf die vorbereitete und gesäuberte Wand aufgebracht. Sobald der Putz nicht mehr glänzt, ist er genug angezogen und kann strukturiert werden. Für die Strukturierung werden Kunststoffreibebretter oder Traufeln genutzt, um mit kreisenden Bewegungen eine kreisförmige, diagonale, waagerechte oder kreuzweise „Verscheibung“ zu erreichen. Die Körner des Putzes werden durch das Strukturieren von ihrer Farbe befreit, wodurch der Putz seine charakteristische Korn-an-Korn-Struktur erhält.

Kratzputz

Bereits seit dem 14. Jahrhundert wird der Kratzputz zur Gestaltung von Außenfassaden eingesetzt. Während die traditionelle Verarbeitung einen ein- oder zweilagigen Auftrag vorsieht, wird der Kratzputz heutzutage ausschließlich zweilagig aufgetragen. Die Optik der Putzfassade ist abhängig von den Korngrößen: Je feiner der Kiessand, desto glatter ist die Oberfläche. Traditionell wurden kleine und große Korngrößen kombiniert oder Wandkies eingesetzt.

Um eine erste Kontaktschicht mit dem Untergrund herzustellen, wird der Kratzputz mit einer rostfreien Stahltraufel aufgetragen. Die zweite Schichte wird auf die erste angeworfen, bis die erforderliche Putzdicke erreicht ist. Dies kann auch maschinell umgesetzt werden. Anschließend wird der Putz mit einer Kartäsche gleichmäßig abgezogen, sodass vorhandene Luftblasen entfernt werden. Die nun angesteifte Oberfläche wird mit einer rostfreien Stahltraufel geglättet. Wenn die Oberfläche angetrocknet ist, wird sie in kreisenden Bewegungen mit einem Nagelbrett, dem sogenannten „Igel“, auf eine Dicke von circa 10 cm gekratzt. Zuletzt wird die noch feuchte Fläche mit einem weichen, trockenen Besen abgefegt.

Kratzputz

 

Bereits seit dem 14. Jahrhundert wird der Kratzputz zur Gestaltung von Außenfassaden eingesetzt. Während die traditionelle Verarbeitung einen ein- oder zweilagigen Auftrag vorsieht, wird der Kratzputz heutzutage ausschließlich zweilagig aufgetragen. Die Optik der Putzfassade ist abhängig von den Korngrößen: Je feiner der Kiessand, desto glatter ist die Oberfläche. Traditionell wurden kleine und große Korngrößen kombiniert oder Wandkies eingesetzt.

Um eine erste Kontaktschicht mit dem Untergrund herzustellen, wird der Kratzputz mit einer rostfreien Stahltraufel aufgetragen. Die zweite Schichte wird auf die erste angeworfen, bis die erforderliche Putzdicke erreicht ist. Dies kann auch maschinell umgesetzt werden. Anschließend wird der Putz mit einer Kartäsche gleichmäßig abgezogen, sodass vorhandene Luftblasen entfernt werden. Die nun angesteifte Oberfläche wird mit einer rostfreien Stahltraufel geglättet. Wenn die Oberfläche angetrocknet ist, wird sie in kreisenden Bewegungen mit einem Nagelbrett, dem sogenannten „Igel“, auf eine Dicke von circa 10 cm gekratzt. Zuletzt wird die noch feuchte Fläche mit einem weichen, trockenen Besen abgefegt.

Steinputz

Steinputze erlebten ihre Blütezeit zwischen 1900 und 1940. Dem verwendeten Mörtel werden zur Herstellung von Steinputz verschiedenfarbige Natursteingranulate hinzugefügt. Der Unterputz muss entsprechend geglättet und tragfähig sein, damit der Steinputz mit einer Korngröße von bis zu 2 Millimetern darauf haften kann. Steinputze sind besonders witterungs-, stoßfest und trotzdem diffusionsoffen, weshalb sie vor allem für Sockelbereiche geeignet sind.

Im ersten Arbeitsschritt wird der Steinputz mit einer Stahltraufel auf die Wand aufgetragen. Nach Trocknung wird eine zweite Schicht in der Regel maschinell aufgetragen und im Anschluss mit einer Rundzahntraufel durchgekämmt. Anschließend wird er ohne Materialabtrag geglättet und zum Antrocknen stehen gelassen. Danach wird die oberste Schicht abgekratzt, bis kein Material mehr am Werkzeug kleben bleibt und mit einem Reisigbesen abgewischt. Abschließend kann die halbabgebundene Oberfläche durch beispielsweise Zahnen, Kröneln, Stelzen oder Kratzen steinmetzmäßig bearbeitet werden. Für eine Natursteinoptik kann er mit verdünnter Salzsäure abgewaschen oder -abgesäuert werden.

Steinputz

 

Steinputze erlebten ihre Blütezeit zwischen 1900 und 1940. Dem verwendeten Mörtel werden zur Herstellung von Steinputz verschiedenfarbige Natursteingranulate hinzugefügt. Der Unterputz muss entsprechend geglättet und tragfähig sein, damit der Steinputz mit einer Korngröße von bis zu 2 Millimetern darauf haften kann. Steinputze sind besonders witterungs-, stoßfest und trotzdem diffusionsoffen, weshalb sie vor allem für Sockelbereiche geeignet sind.

Im ersten Arbeitsschritt wird der Steinputz mit einer Stahltraufel auf die Wand aufgetragen. Nach Trocknung wird eine zweite Schicht in der Regel maschinell aufgetragen und im Anschluss mit einer Rundzahntraufel durchgekämmt. Anschließend wird er ohne Materialabtrag geglättet und zum Antrocknen stehen gelassen. Danach wird die oberste Schicht abgekratzt, bis kein Material mehr am Werkzeug kleben bleibt und mit einem Reisigbesen abgewischt. Abschließend kann die halbabgebundene Oberfläche durch beispielsweise Zahnen, Kröneln, Stelzen oder Kratzen steinmetzmäßig bearbeitet werden. Für eine Natursteinoptik kann er mit verdünnter Salzsäure abgewaschen oder -abgesäuert werden.

Reibeputz

Geriebene Putzstrukturen gibt es als Struktur- oder Rillenputze. Der Reibeputz wird in Kornstärke auf den Untergrund aufgetragen und unter Verwendung eines Holzreibebretts oder Kunststoffglätters strukturiert. Die Strukturtiefe ist abhängig von der Kornstärke und kann durch unterschiedliche Reibebewegungen verschiedene Oberflächen erzeugen.

Eine gleichmäßige Reibeoberfläche wird bei der Verwendung von kleinkörnigen Zuschlagstoffen erzielt. Bei der Verwendung von kleinkörnigen sowie anteilig größeren, gerundeten Zuschlägen kann ein Rillen- oder Wurmoberfläche erzielt werden, der aus kurzen, kreisförmigen Reibebewegungen des frischen Putzes entsteht. Durch die unterschiedlichen Korngrößen werden die charakteristischen Vertiefungen hinterlassen.

Reibeputz

 

Geriebene Putzstrukturen gibt es als Struktur- oder Rillenputze. Der Reibeputz wird in Kornstärke auf den Untergrund aufgetragen und unter Verwendung eines Holzreibebretts oder Kunststoffglätters strukturiert. Die Strukturtiefe ist abhängig von der Kornstärke und kann durch unterschiedliche Reibebewegungen verschiedene Oberflächen erzeugen.

Eine gleichmäßige Reibeoberfläche wird bei der Verwendung von kleinkörnigen Zuschlagstoffen erzielt. Bei der Verwendung von kleinkörnigen sowie anteilig größeren, gerundeten Zuschlägen kann ein Rillen- oder Wurmoberfläche erzielt werden, der aus kurzen, kreisförmigen Reibebewegungen des frischen Putzes entsteht. Durch die unterschiedlichen Korngrößen werden die charakteristischen Vertiefungen hinterlassen.

Altdeutscher Putz

Der altdeutsche Putz wurde überwiegend im 13. und 14. Jahrhundert und bis heute aufgrund seiner einfachen Verarbeitung verwendet. Aufgrund der manuellen Verarbeitung können die Oberflächen individuell gestaltet werden. Der Putz richtet sich in seiner Beschaffenheit nach dem Untergrund: Je unebener der Untergrund, desto charakteristischer die Oberfläche. Und je ungleichmäßiger der Putz auf die Fassade aufgebracht wird, umso stärker sind die optischen Unterschiede, die am Ende zu Tage treten.

Der altdeutsche Putz wird auf die Oberfläche aufgetragen und mit Hilfe einer Edelstahltraufel eine erste Kontaktschicht zum Untergrund hergestellt. Auf die erste, noch feuchte Schicht wird eine zweite, nasse Schicht aufgebracht, was auch maschinell erfolgen kann. Nachdem der Putz leicht angetrocknet ist, wird er mit einem feuchten Quast so stark verarbeitet und geschlämmt, bis die gewünschte Oberflächenstruktur erreicht ist.

Altdeutscher Putz

 

Der altdeutsche Putz wurde überwiegend im 13. und 14. Jahrhundert und bis heute aufgrund seiner einfachen Verarbeitung verwendet. Aufgrund der manuellen Verarbeitung können die Oberflächen individuell gestaltet werden. Der Putz richtet sich in seiner Beschaffenheit nach dem Untergrund: Je unebener der Untergrund, desto charakteristischer die Oberfläche. Und je ungleichmäßiger der Putz auf die Fassade aufgebracht wird, umso stärker sind die optischen Unterschiede, die am Ende zu Tage treten.

Der altdeutsche Putz wird auf die Oberfläche aufgetragen und mit Hilfe einer Edelstahltraufel eine erste Kontaktschicht zum Untergrund hergestellt. Auf die erste, noch feuchte Schicht wird eine zweite, nasse Schicht aufgebracht, was auch maschinell erfolgen kann. Nachdem der Putz leicht angetrocknet ist, wird er mit einem feuchten Quast so stark verarbeitet und geschlämmt, bis die gewünschte Oberflächenstruktur erreicht ist.