Steinputz

Steinputze erlebten ihre Blütezeit zwischen 1900 und 1940. Dem verwendeten Mörtel werden zur Herstellung von Steinputz verschiedenfarbige Natursteingranulate hinzugefügt. Der Unterputz muss entsprechend geglättet und tragfähig sein, damit der Steinputz mit einer Korngröße von bis zu 2 Millimetern darauf haften kann. Steinputze sind besonders witterungs-, stoßfest und trotzdem diffusionsoffen, weshalb sie vor allem für Sockelbereiche geeignet sind.

Im ersten Arbeitsschritt wird der Steinputz mit einer Stahltraufel auf die Wand aufgetragen. Nach Trocknung wird eine zweite Schicht in der Regel maschinell aufgetragen und im Anschluss mit einer Rundzahntraufel durchgekämmt. Anschließend wird er ohne Materialabtrag geglättet und zum Antrocknen stehen gelassen. Danach wird die oberste Schicht abgekratzt, bis kein Material mehr am Werkzeug kleben bleibt und mit einem Reisigbesen abgewischt. Abschließend kann die halbabgebundene Oberfläche durch beispielsweise Zahnen, Kröneln, Stelzen oder Kratzen steinmetzmäßig bearbeitet werden. Für eine Natursteinoptik kann er mit verdünnter Salzsäure abgewaschen oder -abgesäuert werden.